Juli

Beim 30.Traunsee Bergmarathon standen wir endlich wieder einmal gemeinsam am Start eines Trailrennens. Ca. 30Km und 2000HM gab es von Ebensee nach Gmunden zu bewältigen. Selbst der kurz vor dem Start einsetzende Regen konnte die Motivation nicht trüben und pünktlich mit dem Startschuss war auch das Wetter wieder optimal für einen aufregenden Lauf.

Zunächst ging es auf den ersten 4 km mehr als tausend Höhenmeter steil bergauf auf den Feuerkogel. Wir stapften möglichst schnell über Wurzeln und Skipisten hinauf, wobei sich sehr schnell heraus stellte, dass Benedikt heute die schnelleren Beine hatte und daher trennten wir uns und Benedikt machte sich Richtung Führungsspitze auf und davon.

Beinahe halsbrecherisch ging es vom Feuerkogel hinab den Berg und danach warteten noch drei weitere Steigungen und Hügel auf uns. Flott versuchte jeder von uns Tempo zu machen, wir liefen hinauf und hinab und am Ende nicht mehr ganz so frisch und nahe an Krämpfen über die Esplanade in Gmunden ins Ziel. 

Benedikt finishte nach grandiosen 3:21 h auf Platz 4 und hätte fast sogar noch den Sprung auf Treppchen geschafft. Georg kam knapp 10 Minuten später im Ziel an und wurde ebenfalls noch in den Top Ten als 9ter gewertet. Insgesamt ein tolles Rennen, das zunächst technisch schwierig über den Feuerkogel und dann fein über drei kleinere Hügel führte und für uns wieder einen tollen Motivationsschub darstellte.

 


Hinterhornalm-Challenge (12/7/2018)

 

Der Berglauf auf die Hinterhorn-Alm ist ein kleines Einladungsrennen, das aber dennoch in den letzten drei Jahren immer ein Fixpunkt in meinem Rennkalender war und auch dieses Jahr Spaß machte. Wenngleich ich nach dem CostaRica-Urlaub und einer Woche Krankenstand noch nicht fit war, kam ich relativ gut weg und konnte den Vorsprung auf die Konkurrenz bald ausbauen.

Die sehr gemeine Strecke führt eine Asphaltstraße ohne Erholungsphase 6km lang bergauf und man darf auf dieser Strecke auch knapp 600 hm hinter sich bringen.

Am Ende war ich knapp zweieinhalb Minuten langsamer als letztes Jahr und damit natürlich weit entfernt von meiner Bestzeit - aber der Sieg war dennoch drinnen und ein gutes Abendessen danach auch. Und über den Sommer kann ich die Kraft schon wieder aufbauen.

Mai

Teufelsmühlenlauf (19/5/2018)

 

Da mit Peter, Charly, Matthias, Thomas, Josef und Heidi eine ganze Reihe von Leuten beim diesjährigen Teufelsmühlenlauf startete, war ich auch gleich mit von der Partie - jedoch nur über die 8 km-Distanz.

Gleich nach dem Start war ich überrascht vom hohen Tempo, das von Beginn an gegangen wurde und merkte, dass ich den gesamten Winter kein schnelles Training absolviert hatte.

So orientierte ich mich an den anderen ganz vorne laufenden Kurzdistanz-Läufern, versuchte hier mitzuhalten und die ersten Kilometer zu überleben.

Nach und nach ging es immer besser und als es nach 4 km wieder in einer Schleife retour ging, nutzte ich ein hartes Bergaufstück zum Attackieren. Der Vorsprung wuchs sehr schnell an und von da an hielt ich das Tempo hoch um die Führungsposition nicht mehr zu verlieren. Am Ende waren es dann doch 45 sec Vorsprung auf den Zweitplatzierten Hechenblaikner und über eine Minute bereits auf Lukas Hangl.

Damit war ich sehr glücklich und genoss ein Bier, einen Burger und die Siegerehrung. Mit ein wenig Tempotraining im Sommer bin ich wieder auf einem guten Weg!


Bäcker Ruetz Lauf Kematen (5/5/2018)

 

Der Start beim Bäcker Ruetz Lauf in Kematen war länger geplant, da es ein netter Lauf ist, mit einem tollen Startpaket inclusive T-Shirt und Brot. Mein Plan war einfach aus dem Training heraus einen Tempolauf zu absolvieren und dann zu schauen was drinnen ist.

Kurzfristig habe ich mich dann für die Halbmarathon-Distanz angemeldet und wollte sehen was nach der ersten Runde (insgesamt waren 2 Runden à 10,5 km zu laufen) ging.

Nach dem Startschuss reihte ich mich sehr weit vorne ein, sondierte mal die Konkurrenz und versuchte mich aber zunächst so gut wie möglich zurückzuhalten. Im 4er-Schnitt ging es bei starkem Gegenwind eine Gerade entlang und ich blieb hinter anderen Läufern um Kraft zu sparen. Der erste Platz im Halbmarathon war aber dann doch bereits ein gutes Stück weg.

 

Am Ende der ersten Runde wartete eine Bahnunterführung mit steilen Stufen hinab und hinauf und ich konnte beim Wendepunkt sehen, dass Stefan Höller, der Führende, noch in Schlagweite lag. Also zog ich auf der zweiten Runde das Tempo ein wenig an, kämpfte mich alleine gegen den Wind und schaffte es schlussendlich bei Kilometer 17 zur Spitze aufzuschließen.

Damit sollte es aber noch nicht genug sein, ich beschloss den Moment zu nutzen und zog vorbei. Leider schaffte ich es nicht ganz Stefan abzuschütteln und der Abstand wurde nicht sehr groß. So kämpfte ich mich weiter, merkte aber, dass das Ziel doch noch weiter weg war. Circa einen Kilometer vor dem Ende war es dann soweit: ich musste dem hohen Tempo dazwischen Tribut zollen und konnte die Geschwindigkeit nicht mehr halten. So zog Stefan Höller vorbei, schnappte sich den Sieg und mir blieb knapp dahinter der zweite Platz.

Mit einer Zeit von 1:18.53 war es aber für mich eine tolle Zeit, die ich aus dem Training heraus laufen konnte.


April

Ö3-Wecker-Marathon Challenge in Wien!

 

Der ursprüngliche Plan in Wien Marathon zu laufen wurde ja mit einer hartnäckigen Krankheit im Februar und März zerstört, aber die Reise nach Wien brachte dennoch ein besonderes Erlebnis: die Teilnahme an der Ö3-Marathon-Challenge.

Der Plan war 42 schnelle Läufer zu einer Staffel zusammenzubringen, bei der jeder einen Kilometer in 2:55min zurücklegen sollte, um so gemeinsam den Marathon-Weltrekord zu unterbieten. Die Läufer wurden übers Radio aus ganz Österreich eingeladen und knapp eine Woche vorher wusste auch ich, dass ich dabei sein durfte.

Am Samstag wurde ich von Tom Walek über die Vorgehensweise beim Marathon informiert, wie die Übergabe funktionieren sollte und wir wurden mit einem Shirt und einer Jacke eingekleidet.

Sonntag in der Früh durfte  ich in einem Ö3-Bus dann die Strecke entlang mitfahren und bei meinem Startpunkt (Kilometer 27 kurz vor dem Praterstern) aussteigen und dort auf meinen Auftritt warten. Bereits während der Wartezeit wurde ich ununterbrochen von Passanten angesprochen und motiviert - praktisch jedeR schien über den Staffelversuch Bescheid zu wissen.

Dann kam der große Moment: hinter einigen Motorrädern und den offiziellen Führungsautos kam ein eigenes Zeitnehmungsfahrzeug und 2 Motorräder, wobei auf einem Tom Walek von Ö3 saß und direkt von der Strecke berichtete. Knapp 5 Minuten vor den führenden Kenianern durfte ich also ganz vorne laufen. Die Übergabe verlief problemlos und mit unglaublich lockeren Beinen ging es los!

Die erste Kurve am Praterstern wurde zurückgelegt, die Rückfrage mit einer Lauftrainerin (auf dem 2. Begleitmotorrad) ergab, dass das Tempo passe und die Menschen schrien von der Seite Anfeuerungsrufe. Das Tempo aber war brutal hoch und als die Beine anfingen langsam schwerer zu werden wurde mir mitgeteilt, dass 300m geschafft seien. Ab dann wurde es hart, aber kuhl!

Nach der Hälfte stand Nadia auf der Seite und gemeinsam mit anderen Personen von einer Labestation waren die Motivationsrufe toll! So lief ich die Praterallee entlang und sah kurze Zeit später den Übergabepunkt zum nächsten Läufer. Auch hier klappte die Weitergabe des Mikrofons, welches als Staffelstab diente reibungslos und damit hatte ich meine Aufgabe erfüllt.

Mit einer Zeit von 2:50 min über den Kilometer hatte ich die Vorgabe sogar unterboten und war nicht nur stolz es geschafft zu haben, sondern auch Teil der Staffel zu sein.

Leider waren nicht alle in der Lage ihre Zeit zu laufen und so war die Gesamtzeit am Ende eine Minute über dem Weltrekord. So diskutierten wir abschließend im Ö3-Zelt bei Frankfurter und Kaiserschmarren wie es im nächsten Jahr klappen könnte..


Frühlingslauf Innsbruck (7/4/2018)

 

Nachdem mehrere grippale Infekte mein Training im Winter auf ein Minimum zurückgeschraubt hatten, war der erste wirklich traumhafte Frühlingstag ein guter für einen ersten Lauftest. Nadia hatte mich an ihrem Geburtstag überzeugt, dass ich - da der Lauf ja eh ohne Zeitnehmung ist - eigentlich mitlaufen könnte und so stand ich kurz später glatt in der ersten Reihe.

Ich wollte es locker angehen, aber nach 3km mit einem Schnitt von 3:30 min/km war klar, dass es sehr schnell losging. Ich reduzierte das Tempo, aber mir war bald klar, dass in dieser Form der Halbmarathon nicht zu laufen war und so entschied ich mich für die 15km-Strecke. Vor mir lief nur Christoph Kluge, der aber den Halbmarathon absolvierte, und so fand ich mich mit einem Begleiter alleine dahinter unterwegs.

Nach knapp 55 Minuten kam ich dann am Marktplatz wieder an, leider mit ein paar Einbußen am Ende, die wohl dem fehlenden Training geschuldet waren, aber ansonsten froh, dass der Test gut verlaufen ist. Und die Blumen für die Frau sind natürlich auch immer nett..


Februar

X-Lauf Gnadenwald (3.2.2018)

 

Eigentlich war es nicht mehr geplant gewesen von mir bei diesem Lauf anzutreten und die Entscheidung auf Vorschlag von Nadia war sehr kurzfristig. So merkte ich auch das harte USI-Training vom Vortag und die paar Gläser Wein :)

Es war aber dennoch ein nettes Tempotraining über 4 Runden mit insgesamt knapp 9km Länge und allen möglichen verwinkelten und vereisten Passagen. Mal eisig bergauf, dann im Tiefschnee wieder hinab und eine lange Strecke immer leicht steigend eine tiefverschneite Fortstraße entlang (nur eine kleine Spur ausgetreten). So kam ich in ein akzeptables Tempo und lief ein für diese Verhältnisse gutes Rennen. Ich fand einen gemeinsamen Laufpartner und dieser zog mich die ersten drei Runden, bevor ich dann mein eigenens Tempo gen Ende hin sogar erhöhen konnte.

Nach 35:31 min war die Sache vorbei und ich kam auf Platz 4 Gesamt ins Ziel. Ein gutes Tempotraining.


Jänner

Dreikönigslauf Schildorn (6/1/2018)

 

Am Dreikönigstag war der Frühling zurückgekehrt nach Oberösterreich und da machte es gleich doppelt so viel Freude im Rahmen eines Familienurlaubes einen Lauf zu absolvieren, denn nach einigen Monaten war es das erste Mal wieder in kurzer Hose und kurzem Laufshirt möglich zu starten.

Am Plan stand ein sehr hügeliger (ca. 300hm) Lauf über 14km. Da allerdings einige andere Distanzen zur Auswahl standen, konnte die Konkurrenz nicht eingeschätzt werden.

Nach dem Start ging es zunächst wellig los und da fühlte ich mich bereits sehr locker, lief einen guten Schnitt und pendelte mich nach einem langen Anstieg auf dem dritten Gesamtrang ein.

Dieses Tempo konnte ich auch gut halten, kam gut voran und den Abstand nach hinten deutlich vergrößern und nach vorne zumindest nichts verlieren. Der Glücksmoment war aber nach ca. 11km erreicht, als ich sah, dass Robert Gruber (der Führende) und der Zweitplatzierte (dem ich aber immer näher gekommen war) länger laufen wollten und ich somit meine Distanz klar gewinnen würde.

So lief ich nach 51:36 min ins Ziel, freute mich über den Tagessieg und vor allem nach einem guten Mittagessen und einem Bierchen über ein traumhaftes Glücksschweinchen aus Holz. So war es gemeinsam mit Thomas ein sehr netter Laufnachmittag.


Silvesterlauf Innsbruck (31/12/2017)

 

Die Innsbrucker Altstadt erleuchtet von vielen Fackeln, eine dicke Nebelwand hing über der Stadt und die Temperaturen lagen nur knapp über dem Gefrierpunkt: als perfekte Laufbedingungen.

Wie immer lief ich zum Jahresabschluss den traditionellen Innsbrucker Silvesterlauf (auch heuer ohne Probleme in kurzen Hosen), auch als Formtest um zu sehen wo ich im Training bisher stehe.

Nach dem Start und einer kurzen unübersichtlichen Phase kam ich gut ins Rennen, begann nicht zu schnell und konnte bald in Christoph Kluge einen starken Mitläufer gewinnen. So vergingen die beiden Runden durch die Altstadt überraschend schnell und ich konnte das Tempo bis zum Schluss sehr gut durchziehen. Damit stand am Ende eine neue Bestzeit auf dieser Strecke von 18:26 min und der 11. Gesamtrang.

Mit diesem Ergebnis bin ich sehr zufrieden, nicht nur da ich einige starke Konkurrenten hinter mich lassen konnte, sondern auch da ich sehe, dass die Vorbereitung für die neue Laufsaison bisher gut anschlagen.